Posts mit dem Tag »Politik und Affekt«

“Shaving. A one year difference” – Chella Mans queere Körperinszenierungen

Mit der zunehmenden Nutzung sozialer Plattformen wie Instagram, Facebook, Twitter, YouTube und TikTok sowohl im privaten wie im kommerziellen, künstlerischen und politischen Bereich entstehen auch neue Star- und Künstler:innenfiguren. Sind Influencer:innen längst zu einem ‚must have‘ der zeitgenössischen Produktwerbung geworden, bringen die Sozialen Medien auch alternative und subkulturelle Öffentlichkeiten hervor und bilden Persönlichkeiten heraus, die ein … weiterlesen

Aufstieg durch Abstieg ­– Klasse und die Kultur der Selfcare

Die Olympischen Sommerspiele haben in diesem Jahr eine besondere Form von Erfolg hervorgebracht: Nicht nur die Schnellsten, Stärksten und Trainiertesten wurden vom überwiegend digitalen Publikum gerühmt. An sozialem Prestige gewinnen konnten auch diejenigen, die ohne Medaille nach Hause kehrten oder deren sportliche Leistung sogar völlig ausblieb: Die Turnerin Simone Biles und die Tennis-Spielerin Naomi Osaka, beide Hoffnungsträgerinnen ihrer … weiterlesen

“Picture this” – Olivia Wenzels 1000 serpentinen angst

Wie zuletzt die hitzige Debatte um die Übersetzung des Inaugurations-Gedichts “The hill we climb” von Amanda Gorman gezeigt hat, wird das Thema Rassismus auch im deutschen Literaturbetrieb vermehrt diskutiert. Zudem sind in den letzten Jahren mehrere Texte erschienen, die sich literarisch mit rassistischen Erfahrungen und der komplexen Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit Schwarzer Menschen in Deutschland auseinandersetzen. … weiterlesen

Affective societies, affected scientists! 5 Fragen an Dr. Yvonne Albrecht

In der Interview-Reihe „Affective societies, affected scientists!“ beantworten assoziierte Kolleg:innen und Wissenschaftler:innen auf Stippvisite oder mit längerem Aufenthalt im Sonderforschungsbereich „Affective Societies“ Fragen zur Affektivität und Emotionalität in Wissenschaft und Gegenwart. Heute stellen wir die Soziologin und Politikwissenschaftlerin Yvonne Albrecht entlang unserer bewährten 5 Fragen vor. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Berliner Institut für empirische … weiterlesen

The eternal return of the same? Or: Humans in Theatre

Theatre can’t do without humans. This is perhaps the most painful point of this social, sometimes artistic formation and institution. Human labour – physical, organisational and intellectual – permeates this apparatus in order to ultimately work on “matters of concern” (Latour 2004) both on a macro-political (e.g. as state theatre) and micro-political (e.g. as community … weiterlesen

Links von der Ausnahme / Zuhause denken

In Deutschland werden dieser Tage öffentliche und private Veranstaltungen abgesagt, Institutionen, Clubs, Bars und andere Stätten sozialer Zusammenkunft geschlossen, um die Verbreitung des CoV-2-Virus zu verlangsamen. Den Anfang machte Klaus Lederer in Berlin mit der Schließung aller größeren Theater- und Opernhäuser. Gleich am nächsten Tag erfolgte der Aufschrei der Berliner Amtsärzte, dass auch kleinere Veranstaltungen … weiterlesen

Von Äpfeln und Birnen

Überlegungen zu den Berliner Haushaltsverhandlungen 2019, der Institution (Stadt-)Theater und den Freien Gruppen Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende. Für die Berliner Kulturpolitik bringt das Jahresende einige Neuerungen mit sich. Sie ergeben sich aus den Haushaltsverhandlungen, die seit September liefen und am 12.12.2019 final entschieden worden sind. Diese Verhandlungen beinhalten die für die darstellenden … weiterlesen

Heimat und Handke? Auch das noch.

Ein Versuch.

Peter Handke polarisiert. Die Entscheidung, ihm 2019 den Nobelpreis für Literatur zu verleihen, ist streitbar. Die einen verurteilen Werk und Autor und bezeichnen ihn als einen Apologeten des Völkermordes. Für sie ist die Entscheidung der Schwedischen Akademie eine nicht vertretbare Provokation. Für seine treuen Anhänger ist und bleibt er bei aller Anfechtbarkeit ein ‚großer Dichter‘. … weiterlesen

Das politische Strafverfahren als Affekt-Regulations-Maschine

Gebäude des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag (Bild: Jonas Bens).

Täglich werden überall auf der Welt zahllose Strafprozesse verhandelt. Die allermeisten davon finden dabei keinerlei öffentliche Beachtung. Die Besucherstühle der Gerichtsäle bleiben meistens leer. Immer wieder allerdings kommt es vor, dass ein Strafverfahren zum medialen Großereignis wird. Solche Strafprozesse sind aufregend, werden von leidenschaftlichen Debatten und Diskussionen begleitet und bewegen die Massen. Das Gericht erscheint … weiterlesen