Von Lagerfeuergefühl über Lästern bis Scham: Emotionsgemeinschaften des Reality TV-Publikums

Das abgeschlossene Teilprojekt B02 „ Transkulturelle emotionale Repertoires im und durch Reality TV“ befasste sich mit den affektiven Dynamiken des Reality TV, bzw. mit der Frage, wieso Reality TV Formate wie Germany’s Next Topmodel weltweit so beliebt sind. Neben begeisterter Zustimmung sorgt die Sendung gleichzeitig auch für Shitstorms und kritische Diskussionen (z.B. #notheidisgirl, pinkstinks). Offenbar bietet die Sendung starkes Affizierungspotential: Gefühle … weiterlesen

Minimaler Präsenzbetrieb, Notbetrieb, Präsenznotbetrieb – Gedanken aus und zu der Verwaltung in der Institution Universität

In einer E-Mail an alle Kolleginnen und Kollegen informierte heute (25.03.2020) die Kanzlerin der Freien Universität Berlin über den minimalen Präsenznotbetrieb an unserer Einrichtung. Es ist eine weitere Anweisung unter vielen Stellungnahmen in den letzten Tagen, zumindest gefühlt kommen sie von allen Seiten. Ich stolpere beim Lesen über das Wort „Präsenznotbetrieb“, wittere Eskalation im Vergleich … weiterlesen

Von Äpfeln und Birnen

Überlegungen zu den Berliner Haushaltsverhandlungen 2019, der Institution (Stadt-)Theater und den Freien Gruppen Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende. Für die Berliner Kulturpolitik bringt das Jahresende einige Neuerungen mit sich. Sie ergeben sich aus den Haushaltsverhandlungen, die seit September liefen und am 12.12.2019 final entschieden worden sind. Diese Verhandlungen beinhalten die für die darstellenden … weiterlesen

Kleist-Preis für Ilma Rakusa. Ein Kurz-Porträt

„Ein Gefühl nationaler Zugehörigkeit geht mir völlig ab, auf Heimat hin befragt, kann ich ehrlicherweise nur die Sprache und die Literatur nennen.“ (Rakusa 2006, 9) Diese Worte stammen von der Schriftstellerin Ilma Rakusa, die in diesem Jahr den renommierten Kleist-Preis erhält. Die geborene Kosmopolitin und Europäerin sei Dichterin, Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin aus vier Sprachen, Kritikerin und … weiterlesen

Affective societies, affected scientists! 5 questions to Nabil El Kot

The interview series poses questions concerning the role of affects and emotions in research practice and contemporary society to researchers on short-term visit and associate members of the Collaborative Research Center “Affective Societies”. Today, we introduce Nabil El Kot who is a Consultant Psychiatrist with 28 years of work experience in the field of psychiatric … weiterlesen

Berliner Futur

Im Rahmen des Projekts „PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins“ fand am 23. November 2018 das Symposium „Berlin POLYLINGUAL – Die translingualen und interkulturellen Autor*innen Berlins“ im Literarischen Colloquium Berlin statt. In drei thematischen Panels diskutierten Autor*innen, Wissenschaftler*innen und Literaturaktivist*innen über „Die Stimmen Berlins“, „Falsche Freunde“ und das „Berliner Futur“. Die Literaturwissenschaftlerin Anne Fleig sprach … weiterlesen

Affective Societies, affected scientists! Five questions to Michal Givoni

Michal Givoni

The interview series poses questions concerning the role of affects and emotions in research practice and contemporary society to researches on short-term visit and associate members of the Collaborative Research Center „Affective Societies“. Today, we introduce Michal Givoni who teaches in the Department of Politics and Government at Ben Gurion University, Israel. She works in … weiterlesen

Affective Arrangements in Mental Health Care Settings – Conference Report

The international and interdisciplinary conference “Affective Arrangements in Mental Health Care Settings” attracted scholars, practitioners and other interested audiences to convene and discuss the applicability of Affective Arrangements, a concept developed within the CRC 1171 Affective Societies: Dynamics of Social Coexistence in Mobile Worlds. The event took place from September 24th through September 26th in … weiterlesen

Gibt es einen monolingualen Affekt? Und wie kann man ihn provozieren? Tomer Gardis Lesung beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2016

Sprache und Affekt sind eng miteinander verbunden und aufeinander bezogen. Dass es ein Gefühl für die Sprache gibt, wie es die Rede vom Sprachgefühl anzeigt, wird besonders deutlich in der Wahrnehmung von ‚Fehlern‘: Sprecher*innen merken sehr schnell, wenn etwas nicht stimmt und sozusagen im Affekt verbessern sie sich selbst oder andere. Hier deutete sich schon eine … weiterlesen

Affekte und Forschungsdaten: Über das Ausgraben und Archivieren von Affektivität

© Elisabeth Huber

Forschungsfragen prägen das wissenschaftliche Wissen, das wir über bestimmte gesellschaftliche und kulturelle Phänomene erlangen können. Sind theoretische und methodologische Ansätze zu Affekten und Emotionen konzeptuell in der Forschung verankert, so können bisher verborgene oder ausgeblendete Dynamiken in den Blick gerückt werden. Affektsensible Forschungsfragen können aber nicht nur in einer eigenen empirischen Forschung gestellt werden, sondern … weiterlesen