Von Lagerfeuergefühl über Lästern bis Scham: Emotionsgemeinschaften des Reality TV-Publikums

Das abgeschlossene Teilprojekt B02 „ Transkulturelle emotionale Repertoires im und durch Reality TV“ befasste sich mit den affektiven Dynamiken des Reality TV, bzw. mit der Frage, wieso Reality TV Formate wie Germany’s Next Topmodel weltweit so beliebt sind. Neben begeisterter Zustimmung sorgt die Sendung gleichzeitig auch für Shitstorms und kritische Diskussionen (z.B. #notheidisgirl, pinkstinks). Offenbar bietet die Sendung starkes Affizierungspotential: Gefühle … weiterlesen

Meditieren gegen Corona-Maßnahmen? Überschneidungen einer Kultur der Selbstfürsorge und Achtsamkeit mit der Ablehnung von Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung

Als Ende August dieses Jahres rund 38.000 Menschen in Berlin zum selbsternannten „Fest für Freiheit und Frieden“ gegen die Corona-Schutzmaßnahmen der Regierung auf die Straße gingen, sorgte unter anderem die soziale und kulturelle Heterogenität der Protestierenden für Aufsehen. Mehr und weniger bekannte rechtsradikale und neonazistische Gruppierungen aus den Kreisen der AfD, NPD, der Identitären Bewegung, … weiterlesen

The affective economy of anxiety or how the German far right capitalizes on Covid-19

In Germany and elsewhere, far-right movements are making use of the ongoing pandemic in various ways and mobilizing supporters online and offline. Just last weekend, around 40,000 people gathered in Berlin reportedly to protest the German government’s measures to redeem the crisis. Reportedly, because the messages and paroles uttered at these so-called Hygiene-Demos – or … weiterlesen

Theater in Zeiten von Corona II: Female Worldmaking

„Es ist von Gewicht, welche Geschichten Welten machen und welche Welten Geschichten machen.“ (Haraway 2018, S. 23) 16 Wochen dauert die Corona-Krise hierzulande bereits an. 16 lange Wochen, die für Millionen Menschen weltweit zur existenziellen Bewährungsprobe wurden. 16 ungerechte Wochen, die gefährdete Leben noch stärker gefährdeten. 16 Wochen, für die entscheidend war, ob der eigene … weiterlesen

The eternal return of the same? Or: Humans in Theatre

Theatre can’t do without humans. This is perhaps the most painful point of this social, sometimes artistic formation and institution. Human labour – physical, organisational and intellectual – permeates this apparatus in order to ultimately work on “matters of concern” (Latour 2004) both on a macro-political (e.g. as state theatre) and micro-political (e.g. as community … weiterlesen

Affective Politics and Political Transformation in Turkey and Egypt

What are the emotional and affective dynamics during and beyond the mass protests on Cairo’s Tahrir square and Taksim square in Istanbul? How do emotion and affect matter for political participation? What does this entail for more long-term transformations in both countries? These and other questions were tackled during the international workshop “Affective Politics and … weiterlesen

Vietdeutsche(s) Leben – Soziale Arbeit in Zeiten sozialer Distanz

Neben Fachkräften im Gesundheitssystem und in der Grundversorgung arbeiten derzeit auch Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe weiter. Ich bin eine von denjenigen, die unmittelbar in die Alltagswelten der Familien eintauchen und hautnah miterleben, wie Familien, die sowieso schon stark belastet sind – denn sonst würden sie uns nicht brauchen – mit … weiterlesen

Affective societies, affected scientists! 5 Questions to Dina Makram-Ebeid

The interview series poses questions concerning the role of affects and emotions in research practice and contemporary society to researchers on short-term visit and associate members of the Collaborative Research Center “Affective Societies”. Today, we introduce Dina Makram-Ebeid who is Associate Professor of Anthropology at the American University in Cairo. During the Workshop “Affective Politics and … weiterlesen

Santé! Literatur als Möglichkeitsraum: Juli Zehs „Corpus Delicti. Ein Prozess“

Im Berliner Corona-Frühling wurden Bücher zur Grundversorgung erklärt, Buchläden offen gehalten, und auch wenn analog nicht mehr viel ging: dem Lesen wurde ein Krönchen aufgesetzt. In Zeiten von Präsenznot – so die oft unausgesprochene Hoffnung – kann ein gutes Buch vielleicht das eine oder andere Gespräch mit Freundinnen oder Freunden ersetzen. Diese Vorstellung ist nicht … weiterlesen